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Friedrich Hunold Administrator

Anmeldungsdatum: 07.12.2005 Beiträge: 524 Wohnort: 50679 Köln
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Verfasst am: 20.04.2007 13:36 Titel: 20 jähriger verhungert |
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Mutter: Wir hatten kein Geld für Lebensmittel
Speyer- Der 20 jährige lag tot auf der Wohnzimmer-Couch. Abgemagert. Skelettartig. Rund 35 kilo leicht - bei einer Körpergröße von 1,80 Metern. Markus P. (Name geändert) war verhungert. das Drama um einen Hartz IV Empfänger in Speyer. Es erschüttert ganz Deutschland.
"Wir hatten kein Geld, um Lebensmittel zu kaufen", haucht seine stark geschwächte Mutter leise, nachdem sie ins Krankenhaus eingeliefert wird. "Der Opduktion zufolge hat der Mann seit Monaten kaum gegessen, die Mutter ebenso. "In der Wohnung haben wir gar keine Nahrung gefunden", so Polizeisprechererin Simone Eisenbarth zum EXPRESS.
Beide, Mutter und Sohn, litten unter starken Depressionen. Der ehemalige Sonderschüler war lernbehindert, die geschiedene Mutter arbeitslos. Beiden war seit Oktober 2006 schrittweise die finanzielle Unterstützung ( 621 Euro/ plus Miete) entzogen worden, weil sie wiederholt Termine für Arbeitsangebote versäumt hatten. Zum Schluss bekamen sie nur noch die Miete gezahlt. Das sei der vorgeschriebene Weg, betonte Arge-Chef Hans Grohe am 18.April 2007. " Wir hätten nichts tun können." Es habe keine Hilferufe gegeben.
Der einzige Hilferuf der Mutter kam, als MArkus P. schon tot war. Da rief sie einen alten Bekannten an, der sofort die Polizei alarmierte.
Haben Nachbarn nichts gemerkt? Nein. Mutter und Sohn lebten völlig isoliert in einem Zwei-Parteien-Mietshaus in einem gutbürgerlichen Stadtteil. Die zweite Wohnung stand leer. Auch Verwandte haben sich bislang nicht gemeldet. Der Tote hat eine behinderte Schwester (21) in einem Heim. _________________ Gruß
Friedrich Hunold
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Rüdiger Hentschel
Anmeldungsdatum: 07.12.2005 Beiträge: 362 Wohnort: 69242 Mühlhausen
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Verfasst am: 20.04.2007 17:02 Titel: Hartz-Tod in Speyer |
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Hallo Friedrich,
danke für diesen Beitrag. Wie kommt es, dass ich diese Nachricht erst jetzt über dich erhalte?
Habe relativ wütend dazu geschrieben auf:
http://www.online-polemik.de/speyer-hartz-verhungert.htm
Verdammt nochmal. War Hitlers Scheiße nicht Lehre genug?
Grüße,
Rüdiger
P.S.: Und schöne Grüße an Martin Reinhard, der mich dafür verurteilte, dass ich sarkastische Witze über Schäuble gemacht habe. |
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Sozialagenda

Anmeldungsdatum: 01.10.2006 Beiträge: 23
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Verfasst am: 22.04.2007 20:13 Titel: |
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Nach Angaben seiner ebenfalls hungernden Mutter hatte er seit mehreren Monaten keine Sozialleistungen mehr bezogen. Es gibt einfach zu viele Menschen gibt, die aus was für Gründen auch immer, nicht das bekommen, was ihnen zusteht und sie damit eigentlich zum Leben bräuchten. Und das ist leider gewollt.
Das System der angeblich bedarfsorientierten Sozialtransfers funktioniert finanziell auch nur noch deshalb, weil zu viele dabei auf ihre Leistungen verzichten.
Wie ihr vieleicht auch mal gelesen hattet, hatten Untersuchungen ergeben, dass in der Vergangenheit nahezu 50% der bedürftigen Haushalte die Sozialhilfe nicht in Anspruch genommen hatten.
Vgl.: J. Wilde und A. Kubis, Nichtinanspruchnahme von Sozialhilfe – Eine empirische Analyse des Unerwarteten, Jahrbüher für Nationalökonomie Statistik 225 (3), 2005, S. 347–373.
Und ich schreibe zu diesem Thema, weil auf Dauer ein auf Abgaben der lohnabhängigen Beschäftigten basierendes soziales Sicherungssystem nicht funktionieren kann. Abhilfe könnte ein Bedingungsloses Grundeinkommen schaffen. So ist es aber nicht und bei dem aktuellen bedarfsorientierte Modell wird absichtlich mit bürokratischen Hemmschwellen versucht, Geld auf Kosten der Schwachen einzusparen.
Denn nichts anderes sind diese Bedürftigkeitsprüfungen, und auch wenn dies nun ein Extremfall war, so werden solche schrecklichen Dinge überhaupt erst möglich gemacht.
Es muss also richtig heissen:
Gegen Bedürftigkeitsprüfungen, Bedingungen und Sanktionen! Für ein Beingungsloses Grundeinkommen _________________ Hartzileinhttp://www.youtube.com/watch?v=_FHwItRKbyQ |
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Friedrich Hunold Administrator

Anmeldungsdatum: 07.12.2005 Beiträge: 524 Wohnort: 50679 Köln
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Verfasst am: 22.04.2007 20:23 Titel: |
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Hallo Sozialagenda,
Leider werden darüber ja keine Statisken geführt. Es kommt ja auch selten genug in die Presse. Junge Menschen flüchten sich lieber in Drogen und wenn sie dann sterben, sind es eben halt Drogentote.
Bei älteren Leute ist noch einfacher. Diese Menschengruppe hat immer irgendwelche Beschwerden. Also sollten diese verhungern, kein Problem, es war einfach das Herz, Kreislauf oder sonst was. Auch möchte ich nicht wissen, wieviele Mitmenschen, erstmal gar nicht mehr zum Arzt gehen, weil sie die Praxisgebühr nicht zahlen können.
Das sind die Punkte, die mich nachdenklich stimmen. _________________ Gruß
Friedrich Hunold
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